Verkehrsplanung Buchholz

2011 03 09 Nordheide Wochenblatt

UWG-Leserbriefe zu diesem Thema:

Leserbrief vom 25.06.2011

Es ist ja erfreulich zu hören, dass inzwischen offensichtlich weitgehend Einigkeit darin besteht, dass ein Ausbau des Mühlentunnels nicht zur Lösung der Verkehrsprobleme in der Innenstadt beiträgt. Das war ja in der Vergangenheit nicht immer so. Aber der Ausbau des Mühlentunnels ist nicht zwingend geboten, wie Herr Dr. Dieckmann schreibt. Gerade um die Probleme bzgl. der Verkehrssicherheit zu beheben, schlägt die UWG vor, einen separaten Tunnel nur für die Fußgänger und Radfahrer parallel zum jetzigen Mühlentunnel zu bauen. Ein solche Alternative ist deutlich kostengünstiger und schneller zu realisieren als ein Ausbau des Mühlentunnels, der nicht umgesetzt werden sollte, um die Mühlenwege nicht in unverantwortlicher Weise zu belasten. Außerdem würde er überhaupt keinen Effekt mehr haben, wenn der separate Tunnel gebaut wird.

Für die Entlastung der Innenstadt sollte eine östliche Umgehung von Buchholz weiter verfolgt werden. Das darf aber auf keinen Fall in der bisher geplanten Dimension erfolgen, die die UWG ablehnt, sondern unter Nutzung bereits vorhandener Trassen wie dem Reindorfer und dem Klecker Weg. Damit würde man eine deutliche umweltschonendere und akzeptable Lösung erreichen, die auch vielen Argumenten der Gegner des bisher geplanten Ostrings Rechnung trägt.
 

Leserbrief vom 23.05.2011

Verehrte CDU-, SPD- und Grünenabgeordnete

worum geht es Ihnen eigentlich. Offensichtlich doch nur um persönliche oder parteipolitische Befindlichkeiten oder Prinzipien. Handeln und stimmen Sie doch mal im Sinne der Bürger für eine ökonomische Verkehrsplanung, eine ökologische Verkehrsführung. Keiner der Herrschaften kann doch vernünftig erklären, dass es eine Alternative zum Ostring gibt. Über die Streckenführung muss man reden. Warum nutzt man nicht den Reindorfer Weg und Klecker Weg, um dann an die Kreisstraße 13 in Vaensen zu gelangen. Und das in einer abgespeckten Version. Diese Wegestrecken sind vorhanden, es müssen keine Äcker zerteilt werden und die Anwohner der Märchensiedlung werden auch noch verschont. Nur die Verbindung vom Klecker Weg zur K 13 muss geschaffen werden.
Niemand kann wirklich wollen, dass die dicht bebauten Mühlenwege Durchgangsstraßen werden. Wie sollen die Straßen den Verkehr (auch Lkw) auffangen. Kinder- und Radfahrerunfälle wären vorprogrammiert. Bei der dichten Randbebauung ist eine Durchgangsstraße den Anwohnern nicht zuzumuten. Und die zweite Bahnquerung ist rausgeschmissenes Geld. Bevor man an die Querung gelangt, ist man schon in Buchholz. Und ich dachte, über diesen Unsinn sind wir hinweg.
Oliver Sander, der Verfasser des Artikels, hat absolut Recht: Es muss schnell was geschehen. Die Bürger haben das Hin und Her satt. Ich auch.
Heiner Hohls UWG

 

Leserbrief am 25.03.2011
Also der Mühlentunnel ist nicht so schlecht, wie er im Wochenblatt häufig gemacht wird. Er bewältigt den Verkehr problemlos und hält LKW- und Durchgangsverkehr in größerem Umfang aus den Mühlenwegen fern. Herr Schrader sollte  aufhören, einseitig gegen den Mühlentunnel und die Bürgerinitiative zu schreiben. Sogar wie vor drei Jahren die Canteleu-Brücke teilweise gesperrt war, hat der Mühlentunnel den erheblichen zusätzlichen Verkehr problemlos aufgenommen. Die Bürger Aktion Mühlentunnel ist genau so eine Bürgerinitiative wie die gegen den Ostring. Beide haben ihre Berechtigung. Es ist durch nichts gerechtfertigt, die eine schlecht zu machen.
Es mag ja sein, dass die Mühlenwege ursprünglich als Durchgangsstraße konzipiert war, heute sind sie aber fast reine Wohnstraßen. Bezeichnend ist, dass ein Bild bei einem Artike genau die einzigen 50m des Seppensener Mühlenweges zeigt, an denen keine Häuser stehen. Wir schlagen vor, etwa parallel zum Mühlentunnel einen separaten Tunnel für die Fußgänger und Radfahrer zu bauen. Damit wird der tatsächlich gegebenen Gefahrensituation für diese Gruppen abgeholfen. Dieser Weg würde dann auf der anderen Seite von Bardowicks genau in die Kreuzung münden. Das ist darüber hinaus eine deutlich kostengünstigere Lösung als den Mühlentunnel zweispurig auszubauen. Diese Lösung wird meines Erachtens allen Anforderungen gerecht. Man sollte nicht weiter davon träumen, dass ein Ausbau des Mühlentunnels zur Entlastung der Innenstadt beiträgt.
 
Leserbrief vom 18.02.2011
Es ist ja leider nicht das erste Mal, dass mangelnde und unzureichende Planungen ein an sich positives Vorhaben wieder kippen und quasi in das Gegenteil dessen verkehren, was in Rahmen der eigentlichen Zielsetzung lag, nämlich die Entlastung der Innenstadt. Jetzt rächt sich , dass der Ostring als Umgehungsstraße und damit stark überdimensioniert geplant wurde. Eine Erschließungsstraße quasi als Fortführung des Nordrings, ausgelegt auf etwa 50-60 km, ist völlig ausreichend und erfüllt ihren Zweck, nämlich die Entlastung der Innenstadt, vollkommen. Außerdem ist sie deutlich kostengünstiger, da auf einige Brücken und Zufahrten verzichtet werden kann. In diesem Sinne sollte die Planung wieder neu aufgenommen werden.

Die anderen vorgeschlagenen Maßnahmen tragen leider nicht zur Entlastung der Innenstadt bei, vor allen Dingen nicht der Ausbau des Mühlentunnels. Dazu gibt es ja auch Studien, die das belegen, auch wenn sie schon einige Jahre alt sind. Es ist einfach unrealistisch anzunehmen, dass die Strecke von Holm-Seppensen zur Autobahn nach Dibbersen über die Mühlenwege in ausreichendem Maße angenommen wird. Diese Maßnahme ist also nicht zielführend. Sinnvoll wäre in diesem Zusammenhang ein eigener, kostengünstiger Tunnel für Fußgänger und Fahrradfahrer parallel zum jetzigen Mühlentunnel. Die anderen vorgeschlagenen und sinnvollen Maßnahmen tragen zwar zu einem etwas besseren Verkehrsfluß in der Innenstadt bei, aber leider nicht zu ihrer Entlastung. Insofern stellen sie auch keine Alternative zur Neuplanung des Ostrings dar.
 
Leserbrief vom 08.11.2010
Man kann dem Experten Herrn Ritzmann nur voll zustimmen. Seine Expertise spiegelt ziemlich exakt die Meinung der UWG wider. Der Ostring im gegenwärtigen Planungsstand ist völlig überdimensioniert. Eine Umgehungsstraße, die auf Tempo 50-60 ausgelegt ist, erfüllt ihren Zweck, nämlich die Entlastung der Innenstadt, vollkommen. Wir brauchen hier keine Schnellstraße für diesen Zweck. Auf die vorgesehenen Brücken kann weitgehend verzichtet werden, nur die Brücke bzw. der Tunnel zur Querung der Bahnlinien sind erforderlich. Auch die zusätzliche Anbindung in Vaensen ist nicht notwendig, eine Anbindung in Form eines Kreisverkehrs an den Nordring ist völlig ausreichend. Auch der Zubringer von Heidekamp sollte überdacht werden, ob er in der vorgesehenen Form notwendig ist.

Es kann doch nur im Sinne aller sein, wenn der Ostring zu deutlich geringeren Kosten (evtl. sogar eine Halbierung) gebaut werden kann und trotzdem seinen Zweck voll erfüllt. Außerdem kommt man mit einer solchen deutlich abgespeckten Lösung den betroffenen Anwohnern entgegen und geht zumindest auf einen Teil der bisher geäußerten Kritikpunkte ein.
 
Leserbrief vom  30.08.2010
Die guten Entwicklungen in Buchholz hat Herr Köhn in dem Interview richtig beschrieben, aber in zwei Punkte irrt Herr Köhn. Ein Ausbau des Mühlentunnels würde entweder gar nicht oder nur in sehr geringem Maße zur Verkehrsentlastung der Innenstadt beitragen. Dazu gibt es ja auch entsprechende Gutachten. Von daher ist ein Ausbau abzulehnen. Stattdessen sollte man den Bau eines separaten Tunnels für Fußgänger und Radfahrer prüfen. Von dieser Lösung würden alle profitieren, auch die Autofahrer, da dann der Fußweg im Tunnel entfernt werden könnte. Den Ostring halte ich grundsätzlich für sinnvoll, er wird tatsächlich zur Entlastung der Innenstadt beitragen. Allerdings ist er in der zur Zeit geplanten Dimension nicht erforderlich, eine Form als Weiterführung des Nordrings halte ich für völlig ausreichend. Sie wäre deutlich kostengünstiger und würde ihren Zweck auch voll erfüllen.

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